„Das Graue Haus“ – das älteste Steinhaus Deutschlands: am Rhein, im Wein, nahe Frankfurt am Main

 

Auf einen Blick

Objekt: Haus in Eltville (Rheingau-Taunus-Kreis)
Wohnfläche: ca. 380 qm
Grundstück: ca. 954qm
Verfügbar ab: Nach Vereinbarung
Kaufpreis: 1.550.000,00 EUR Objekt-ID: 1504a

Objektbeschreibung

DAS OBJEKT:
Das Graue Haus war im Laufe seiner über tausendjährigen Existenz schon vieles: wahrscheinlich das Landhaus von Rhabanus Maurus, dem „ersten Lehrer Germaniens“, der in Winkel im Jahr 856 starb - ab dem Jahr 1100 (zirka) das Stammhaus der Familie Greiffenclau - später der Witwensitz der Familie – Ende des 20. Jahrhunderts ein Sterne-Restaurant – und nach dem Freitod des Grafen Matuschka-Greiffenclau im Jahr 1997 ein Leerstand.

Über die Jahrhunderte hat das Graue Haus bewiesen, dass es sich neu erfinden kann. Daher hat die Bochmann Stiftung beschlossen, es in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege wieder aufzurichten: als Rückzugsort für Meditation und Mediation, für Seminare und Arbeitskreise, als Vereins-/Firmen-/Stiftungs-Sitz, als Platz zum Feste feiern, zur Präsentation und Repräsentation, als Ort der Besinnung und der Kultur.

Für all diese Zwecke und mehr kann das Graue Haus genutzt werden. Es bietet einen Raum für Präsentation, Diskussion und Meditation, den Speiseraum/Gruppenraum/Co-Working-Raum, den Raum für die Leitung und das Team, Freisitze im Garten, eine Profiküche mit begehbarem Kühlraum und zusätzlich als Punkt auf dem i: eine kaum zu übertreffende Schönheit, die durch die Verbindung karolingischer Architektur mit Licht, Kunst und Design entstanden ist.

Nachdem Sie über die Graugasse den Innenhof betreten haben, werden Sie Zeuge römisch-karolingischer Architektur: Sie erleben weinberanktes Bruchsteinmauerwerk aus örtlichem Taunusquarzit und frühromanische Fenster. Durch die Glastür eines Eingangsportal aus Rotsandstein betreten Sie das Graue Haus. Von dort geht es nach links zum Obergeschoss, geradeaus durch eine zweite Glastür in die Küche und nach rechts zur Garderobe und den Toiletten.

Die Küche bietet alles, was der Profikoch benötigt und wovon der Amateurkoch nur träumen kann: Kombidämpfer, Gasherd, Elektro-Kochfeld, Griddleplatte; Kühltische, Eiskegelbereiter, Flaschenkühlschränke; Geschirrbrause, Gläserspülmaschine; Fettabscheider, Kühlhaus mit zwei Kühlkammern; Tellerwärmer, Speisenaufzug. Die Küche ist fachmännisch geplant, absolut neuwertig, einsatzbereit und im Preis inbegriffen. Für das Küchenpersonal stehen ein separater Aufenthaltsraum, eine separate Toilette und Spinde zur Verfügung.

Über die Treppe kommen Sie vom Eingang in die Galerie. Früher war diese der nach außen offene Teil des palas-ähnlichen Gebäudes, mit einem beheizbaren Saal (Kemenate) dahinter. Heute ist die Galerie glas-abgeschirmt. Sie gestattet einen wunderschönen Ausblick durch die karolingischen Rundbogenfenster auf den Innenhof und auf den Rhein. Die Galerie ist als Empfangsraum und – mit seinem Refektoriumstisch - als Sitzungsraum und als Serviceraum gut geeignet.

Der hinter der Galerie liegende Saal wird durch eine breite Öffnung betreten. Der Saal ist als Restaurant geeignet, als Gruppenraum, als Seminar- oder Mediationsraum, aber auch als Co-Working-Space. Belüftung, Lautsprecher mit Zugang für Mikrofone, Beamer, aufrollbare Leinwand und Steuerung sind vorhanden. Ebenso Tische und Stühle. Der Saal besticht durch seine Proportionen, seine Fenster, durch sein unverputztes Mauerwerk auf der Ost- und der Westseite. Auf der Westseite befindet sich – unüblich in der Ausrichtung, aber nicht ohne Vorbild –der ehemalige Gebetsraum, der mit viel Einfühlungsvermögen wiedererweckt wurde.

Dieser Saal wird auch von außen erschlossen. Die Erschließung wurde notwendig, weil ein Notausgang gefordert wurde. Er entstand in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Historische Zeichnungen, Fotos und die Struktur im Mauerwerk belegten, dass eine Erschließung auch schon historisch existierte. Heute führt der „Notausgang“ in das nördliche Weinfeld und hinauf auf die Freisitze des Kühlhauses. So wurde, durch den Einsatz aller Beteiligten, aus dem Notwendigen ein Vorteil.
Sie erreichen das Dachgeschoss von der Galerie aus. Nach unten haben Sie den Blick auf die Galerie, das Leben in der Galerie und den Vorbeiblick auf den Hof. Nach Osten blicken Sie auf und durch ein Fenster, das ein karolingisches Meisterwerk ist. Oben sehen Sie das Satteldach des Palas.

Das Dachgeschoss ist für Workshops, Gruppengespräche, als Arbeitsraum und als Seminarraum geeignet. Die gesamte notwendige Technik – LAN-Anschlüsse, internes/externes WLAN, Beamer, aufrollbare Leinwand, Medien-Steuerung, sind vorhanden. Die Beleuchtungs-Steuerung erlaubt eine feine Abstufung des Lichteinsatzes. Eine steuerbare Lüftungsanlage sorgt für Frischluftzufuhr. Die Bestuhlung kann beliebig angeordnet werden.

Das Dachgeschoss besticht durch seine Offenheit – nach oben, nach unten, zur Seite. Es ist der ideale Raum, um Gedanken schweifen zu lassen und Gedanken auszutauschen.

Das Nebenhaus zum Grauen Haus ist um das Jahr 1660 – nach dem dreißigjährigen Krieg – entstanden. Davon zeugen die Balken zwischen dem Obergeschoss und dem Dachgeschoss, die komplett erhalten geblieben sind und freigelegt wurden.

Das Nebenhaus ist ideal als Sitz für die Leitung und das Leitungs-Team und/oder für Kleingruppengespräche. Es ist aber auch als Gästehaus geeignet. Denn im Erdgeschoss gibt es eine kleine Küche, ein WC mit Dusche, einen Arbeitsplatz und einen Abstellraum. Im Obergeschoss gibt es einen großen Raum, mit viel Luft nach oben, für Gruppengespräche oder sogar als Platz zum Leben und zum Schlafen.

Die Mauern des Nebenhauses sind im Obergeschoss teilweise freigelegt. Dort bilden sie mit den Balken aus der Bauzeit ein Ensemble von hoher Ästhetik. Neue Fußboden-Eichendielen wurden an die freigelegten Mauersteine angepasst. Eine Fußbodenheizung sorgt für den Komfort, LAN und WLAN liefern die notwendige Verbindung nach außen.


MIT DEM GRAUEN HAUS VERBUNDENE RISIKEN
Es gibt 2 Risiken, auf die wir aufmerksam machen möchten:
1 – Das Graue Haus befindet sich im Überschwemmungsgebiet
Die Nähe zum Rhein führt dazu, dass Rheinhochwasser das Graue Haus erfassen kann. Die letzten Hochwässer der Kategorie A seit Ende des 2. Weltkriegs gab es in den Jahren 1955, 1975, 1980, 1983, 1988 und 1995. Zum Schutz gegen Hochwasser verfügt das Graue Haus über eine Rückstau-Sicherung verbunden mit zwei Abwasser-Hochleistungspumpen. Darüber hinaus ist es auf der Ostseite, Südseite und Westseite von Mauern umgeben. Und letztens ist dafür gesorgt, das Hochwasser im Extremfall keinen bleibenden Schaden anrichten kann. Die Erdgeschosse können austrocknen. Fazit: Über mehr als 1000 Jahre hat das Graue Haus Hochwässer überlebt. Das dürfte fortdauern.

2 – Die Parkplätze vor dem Haus – in der Graugasse – sind öffentlich
Das Graue Haus hat für 12 Parkplätze eine Ablösezahlung geleistet. Diese Menge an Parkplätzen befinden sich unmittelbar vor dem Haus, in der Graugasse. Allerdings ist ihre Zuordnung zum Grauen Haus umstritten. Aktuell gehören sie der Gemeinde Oestrich-Winkel und sind daher oft belegt. Ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist anhängig. Es gibt allerdings in unmittelbarer Nähe – entlang der Rheinstraße – weitere Parkplätze. Die machen das Parken zwar weniger komfortabel, aber lösen in der Regel das Parkproblem.


DIE BESONDERE AUSSTATTUNG:
4 Kernbereiche: 1 - Speiseraum/Gruppenraum/Co-Working-Platz und Galerie; 2 – Freiraum für Präsentation/Diskussion/Meditation; 3 – Profiküche; 4 - Leitung und Team.
Fenster mit Doppelverglasung; Fußbodenheizung; durchgängig LAN 100 Mbit sowie WLAN,
Alarmanlage; frei programmierbare Multimedia-Installation, Profiküche mit Personalraum, Personal-WC, Fettabscheider, separatem Kühlhaus, Speisenaufzug; Außensitzplätze im Garten, in der Graugasse und auf der Terrasse über dem Kühlhaus; genehmigter Betrieb für 12 Außenparkplätze; entsprechende WC-Anlage für Damen und Herren, Hochleistungs-Abwasserpumpen, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Brandschutzeinrichtung – und zusätzlich:

Romanisch-karolingischer Gebetsraum mit Weihekreuz-Skulptur, romanische Fenster, karolingisch- romanischer Bauschmuck wie Säulen, Friese und Kapitelle, Bärenkopf-Skulpturen, stilgerechte aber unterscheidbare Ergänzungen antiker Elemente, Mauerwerk innen und außen teilweise in Opus Spicatum, Putzstruktur teilweise in Pietra Rasa, Mauerwerksstrahler innen und außen, ein Steinbrunnen, Heilkräuter nach Hildegard von Bingen und vieles mehr.


DIE LAGE:
Das Graue Haus liegt an der Graugasse in Winkel, einem Stadtteil von Oestrich-Winkel – von Weinreben umgeben und vom Rhein nur durch die Rheinstraße und die parallel verlaufende Bundesstraße 42 getrennt. Die Entfernung nach Wiesbaden und Mainz beträgt 30 Minuten, die Entfernung nach Frankfurt am Main 45 Minuten.

Oestrich-Winkel liegt mitten im Rheingau, einem der größten Zentren für den Weinbau in Deutschland. Schlösser, Burgen, Klöster und Weingüter prägen die Landschaft. Die umgebenden Städte Eltville und Rüdesheim sind, zusammen mit dem Rhein, eine Attraktion für Touristen.

In unmittelbarer Nähe zum Grauen Haus befindet sich das Brentano-Haus, das Teil des Romantik-Museums sein wird, dessen Eröffnung im Jahr 2020 in Frankfurt am Main geplant ist.

Dass nicht nur Wein und Romantik die Umgebung des Grauen Hauses dominiert, beweist die Existenz der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel, der ersten privaten Hochschule für BWL in Deutschland. Und in Geisenheim, dem westlichen Nachbarort von Oestrich-Winkel, befindet sich Hochschule Geisenheim University (HGU) mit ihren Studiengängen Weinbau, Gartenbau, Landschaft und weiteren.


DIE DISTANZEN:
Wiesbaden: 20 Autominuten
Flughafen Rhein-Main: 32 Autominuten
Mainz: 22 Autominuten
Rüdesheim: 10 Autominuten
Eltville: 9 Autominuten


DIE ANGABEN ZUM ENERGIEAUSWEIS:
Energieausweis nicht erforderlich. Denkmalschutzobjekt.


SONSTIGES:
Die Immobilie wird für den Käufer provisionsfrei angeboten.

Die vorstehenden Angaben beruhen auf Informationen dritter Personen. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt Peters & Peters Sotheby´s International Realty keine Haftung.

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65191 Wiesbaden

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Haus
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Außenbereich
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Seminarraum
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Galerie
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Küche
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